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MPU-Rechner: vier kostenlose Werkzeuge für Ihren Weg zur MPU

Promillerechner, Abbau-Uhr, MPU-Fahrplan und Selbst-Check: Die vier Werkzeuge des MPU-Navigators geben Ihnen sofort eine Orientierung – kostenlos und ohne dass Ihre Angaben Ihr Gerät verlassen.

Rund um die MPU tauchen viele Fragen auf, die sich mit ein paar Zahlen beantworten lassen: Wie viel Promille hatte ich ungefähr? Wie lange findet ein Labor eine Substanz noch? Wann darf ich den Antrag auf Neuerteilung stellen? Und wie gut bin ich eigentlich vorbereitet?

Dafür haben wir vier MPU-Rechner entwickelt. Zusammen bilden sie den MPU-Navigator von MPU-Scout. Jedes Werkzeug liefert sofort ein Ergebnis, kostenlos und ohne Anmeldung. Ihre Angaben bleiben dabei auf Ihrem Gerät.

Auf dieser Seite stellen wir die Werkzeuge kurz vor, erklären die gemeinsamen Grundsätze und sagen offen, was ein Rechner nicht leisten kann.

Lieber direkt sprechen? Wenn Ihr Ergebnis neue Fragen aufwirft, erreichen Sie uns kostenfrei unter 0800 44 600 88.

Die vier MPU-Rechner im Überblick

Promillerechner: Blutalkohol als Spanne

Der Promillerechner schätzt aus Ihren Getränken, Ihrem Gewicht und der Trinkzeit, wie hoch Ihr Blutalkohol war und wie er über die Stunden sinkt. Er nutzt die bewährten Formeln nach Widmark und Watson und rechnet mit einem Abbau von 0,1 bis 0,2 Promille pro Stunde. Das Ergebnis zeigt er als Spanne mit Verlaufskurve und ordnet es den Grenzen 0,0, 0,3, 0,5, 1,1 und 1,6 Promille zu.

Sinnvoll ist das, um eine zurückliegende Trinksituation einzuordnen oder um zu verstehen, wie schnell sich ein Abend summiert. Was die Grenzwerte rechtlich bedeuten, erklärt Ab wie viel Promille droht eine MPU?.

Abbau-Uhr: Nachweiszeiten von Drogen

Die Abbau-Uhr zeigt für zwölf Substanzen, wie lange sie typischerweise in Blut, Urin und Haar nachweisbar sind. Sie berücksichtigt das Konsummuster von einmalig bis täglich und gibt immer eine Spanne an, nie ein festes Datum.

Die Uhr hilft zum Beispiel, einen Befund einzuordnen oder den Beginn eines Abstinenzprogramms zu planen. Für Cannabis lohnt zusätzlich ein Blick auf den Beitrag THC-Grenzwert 3,5 ng/ml.

MPU-Fahrplan: Ihr persönlicher Zeitplan

Der MPU-Fahrplan errechnet aus dem Datum des Entzugs, der Sperrfrist und einem möglichen Abstinenzprogramm Ihre wichtigsten Termine. Dazu gehören der früheste Antrag auf Neuerteilung, der Start der Vorbereitung, das Ende des Abstinenznachweises und der früheste sinnvolle MPU-Termin. Alle Termine lassen sich als Kalenderdatei speichern, mit Erinnerungen.

Warum die Schritte in dieser Reihenfolge kommen, beschreibt Der Weg zurück zum Führerschein.

MPU-Selbst-Check: Wie weit sind Sie?

Der MPU-Selbst-Check stellt zehn Fragen aus sechs Bereichen, darunter Problemeinsicht, Veränderung, Rückfallvermeidung und Nachweise. Am Ende sehen Sie einen Gesamtwert, eine Einstufung und bis zu drei Empfehlungen für die nächsten Schritte.

Ob überhaupt eine MPU auf Sie zukommt, klärt vorab der Beitrag Wann wird eine MPU angeordnet?.

Was alle Werkzeuge gemeinsam haben

  • Kostenlos und ohne Anmeldung: Sie brauchen weder ein Konto noch eine E-Mail-Adresse.
  • Ergebnis sofort: Es erscheint direkt auf dem Bildschirm, ohne Wartezeit und ohne E-Mail.
  • Berechnung im Browser: Konsumangaben, Körperdaten und Antworten verlassen Ihr Gerät nicht.
  • Keine Speicherung: Schließen Sie die Seite, sind Ihre Eingaben weg.
  • Ehrliche Spannen: Wo Werte schwanken, zeigen wir Bandbreiten statt Scheingenauigkeit.

Informationen per E-Mail – nur wenn Sie möchten

Unter jedem Ergebnis können Sie auf Wunsch Informationen mit Erklärungen und nächsten Schritten per E-Mail anfordern. Das ist freiwillig. Sie setzen dafür ein eigenes Häkchen für Ihre ausdrückliche Einwilligung, das nicht vorausgewählt ist. Erinnerungen und Tipps per E-Mail sind ein getrenntes, ebenfalls freiwilliges Häkchen.

Übertragen werden nur Ihre E-Mail-Adresse, das Werkzeug, beim Promillerechner, der Abbau-Uhr und dem Fahrplan der Anlass und beim Fahrplan die Termine. Trinkmengen, Substanzen, Körperdaten oder Antworten aus dem Selbst-Check werden nie gesendet. Sie bekommen zuerst eine Mail mit Bestätigungslink. Ohne Ihre Bestätigung schicken wir nichts weiter.

Was die MPU-Rechner nicht können

Wichtig: Alle Ergebnisse sind Schätzungen auf Basis allgemeiner Regeln und Durchschnittswerte. Sie sind kein Freibrief zum Fahren und kein Nachweis gegenüber Polizei, Gericht oder Behörde. Nach Drogenkonsum lässt sich nicht berechnen, wann Sie wieder fahrtüchtig sind. In der Probezeit und unter 21 gilt 0,0 Promille und kein THC. Im Zweifel: nicht fahren.

Auch der Fahrplan ist eine allgemeine Orientierung und keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind die Daten in Ihrem Urteil, Strafbefehl oder Bescheid. Der Selbst-Check stellt keine Diagnose und sagt das MPU-Ergebnis nicht voraus. Wie lange ein Abstinenznachweis in Ihrem Fall laufen sollte, hängt von der Fragestellung ab; einen Überblick gibt Abstinenznachweis: 6, 12 oder 15 Monate?.

Kurz zusammengefasst

Die vier MPU-Rechner beantworten typische Fragen in wenigen Minuten: Promille, Nachweiszeiten, Termine und Ihr Stand bei der Aufarbeitung. Sie sind kostenlos, rechnen nur in Ihrem Browser und speichern nichts. Ihren Einzelfall ersetzen sie nicht. Wenn Sie wissen möchten, was Ihr Ergebnis konkret für Sie bedeutet, sprechen Sie mit uns.

Persönliche Unterstützung: Kostenfreie Erstberatung unter 0800 44 600 88 – telefonisch und online, in NRW auch persönlich.

Häufige Fragen

Kosten die MPU-Rechner etwas?

Nein. Alle vier Werkzeuge sind kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar. Das Ergebnis erscheint sofort auf dem Bildschirm, eine E-Mail-Adresse brauchen Sie dafür nicht.

Werden meine Eingaben gespeichert oder übertragen?

Nein. Gerechnet wird ausschließlich in Ihrem Browser. Konsumangaben, Körperdaten und Antworten verlassen Ihr Gerät nicht. Nur wer freiwillig Informationen per E-Mail anfordert, übermittelt E-Mail-Adresse, Werkzeug und gegebenenfalls Anlass und Termine.

Kann ich mit dem Promillerechner prüfen, ob ich fahren darf?

Nein. Der Promillerechner liefert eine grobe Schätzung als Spanne und ist kein Freibrief zum Fahren. Wer getrunken hat, sollte sich nicht ans Steuer setzen, in der Probezeit und unter 21 Jahren gilt ohnehin 0,0 Promille.

Welcher Rechner passt zu meiner Situation?

Wollen Sie Blutalkohol verstehen, nutzen Sie den Promillerechner, bei Fragen zu Drogenbefunden die Abbau-Uhr. Steht ein Führerscheinentzug mit Sperrfrist im Raum, hilft der MPU-Fahrplan. Wie weit Ihre Aufarbeitung ist, zeigt der Selbst-Check.

Ersetzen die Werkzeuge eine Beratung?

Nein. Sie geben eine erste Orientierung auf Basis allgemeiner Regeln und Durchschnittswerte. Ihren Einzelfall können sie nicht beurteilen. Dafür ist ein persönliches Gespräch der richtige Weg, bei Rechtsfragen ein Fachanwalt für Verkehrsrecht.

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Quellen

  1. § 13 FeV – Klärung von Eignungszweifeln bei Alkoholproblematik
  2. § 24a StVG – 0,5-Promille-Grenze und berauschende Mittel
  3. § 20 FeV – Neuerteilung einer Fahrerlaubnis
  4. Universitätsklinikum Heidelberg, Institut für Rechts- und Verkehrsmedizin – FAQ Abstinenzprogramme (06/2026)

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